Das sieht ja eigentlich ganz ordentlich aus in unserem Esszimmer. Danach ging es, was das betrifft, noch weiter bergab. Aber so ist das halt mit dem Endspurt.

Ich heiße Sabine Mußmann und habe die Idee, das ach so moderne Wort „Nachhaltigkeit“ mit Leben zu füllen. Und zwar in Form eines Secondhandshops, in welchem man so richtig gute (ja, ich meine GUTE!) Sachen bekommen kann. Gut deshalb, weil man sich niemals schämen muss, solche Dinge zu kaufen. Unabhängig, ob sie neu oder gebraucht erworben wurden.

Die Kleidungsstücke bei doppelgrün haben eine gute Vergangenheit. Sie wurden nicht unter grausamen und menschenverachtenden Verhältnissen genäht. Und die Farbe, die sich beim ersten Waschen eventuell noch in kleinen Mengen ins Abwasser verirrt, tötet keine Fische oder gar ganze Flüsse ab.

Das Material darf ohne Bedenken an unsere Haut. Und an die Haut, die uns wohl wichtiger ist als unsere eigene: die unserer Kinder!

Wir können weiterhin in den Spiegel schauen, wenn wir keine Wolle aus extrem qualvollen Haltungs- und Schurbedingungen kaufen.

Und weiter geht’s: die Ökomarken (für Textilien), die Ihr in meinem Shop findet, sind keine Trittbrettfahrer, sondern zum Teil Pioniere in dieser Branche. Sie produzieren zum großen Teil in Deutschland oder im benachbarten EU-Ausland. Na ja, jetzt ist das mit England ja nicht mehr so richtig EU 😉

In meinem Blog möchte ich mir Dinge von der Seele schreiben. So, wie ich sie empfinde und auch gerne mit meinen eigenen Worten. Ihr werdet merken, dass ich auch mal was nicht ganz so freundlich formuliere. Das ist dann, wenn mich etwas besonders ärgert…

Ich freue mich auf die neue Zeit mit doppelgrün und Euch an unserer Seite! Eure Sabine

  1. Juni 2019

Nach siebenmonatiger Wartezeit (ich hatte mich bereits Ende November angemeldet!) fand letzten Sonntag endlich der Stopfkurs von Räubersachen statt.

Einen ganzen Tag nur reparieren, stopfen, sticken, zuhören und staunen, was alles so geht. Außerdem ein leckeres Mittagessen inklusive Fassbrause mitten in Köln-Ehrenfeld. Sogar mit Draussensitzen und so. Leute beobachten und das Wetterchen genießen. Hach!

Ich war (und bin) so voller Tatendrang, dass mich sogar der einzige Fernsehabend der Woche kalt ließ. Tatort mal ohne mich.

Eins steht aber bereits jetzt schon für mich fest: Laufmaschen und ich werden keine Freunde. Eine Stunde habe ich an einem Wolle-Seide-Body ca. zwanzig Zentimeter (insgesamt, es waren mehrere einzelne Stücke) die Laufmaschen hochgezogen. Mit einer Lampenlupe, wie ihn sonst nur Gefäßchirurgen benötigen. Aber: es ist wie ein Wunder! Nach dem Festnähen der Biester sieht man fast nichts mehr von ihrer vorherigen Anwesenheit.

Also wieder was gelernt. Und dass ich hierbei in Übung bleibe, daran besteht kein Zweifel. Ich habe genug von denen in meiner „Reparaturkiste“. Nur die winzigen Mottenlöcher sind darin noch öfter vertreten. Aber auch diese weiß ich inzwischen zu vergraulen…